11th Sep2014

Apple Watch: Endlich Mode

by danielschilling

Die Apple Watch ist die konsequente Fortsetzung der Philosophie des kalifornischen Unternehmens und doch zugleich ein Bruch mit den ehernen Prinzipien des verewigten Gründers Steve Jobs.

Apple Watch

Die Apple Watch begründet mit eigenen Apps eine neue Produktlinie

Zum einen steckte in Apple schon immer viel von einem Modelabel: Die Versessenheit mit der Jobs den perfekten Farbton des Gehäuses, die exakte Krümmung der Ecken von Bildschirmelementen oder die richtige Verpackung verfolgte, passte eher in die Welt von Christian Dior oder Karl Lagerfeld als zu den unimaginativen, pfennigfuchserischen Kistenschiebern, die bis vor kurzem die Welt der Personal Computer dominierten. Es ging beim Mac immer auch ums Image und um ein Gesamterlebnis. Da passt eine Uhr wie die Apple Watch als klassisches Modeaccessoire perfekt ins Bild.

Und doch verabschiedet sich Apple mit der neuen Apple Watch Produktlinie von ehernen Grundsätzen: Zum einen tritt neben den klassischen Mac mit seinem Betriebssystem Mac OSX und iPod, iPad und iPhone mit iOS, sowie Gadgets wie MacTV und den Inhaltediensten nun eine weitere Kategorie. Entwickler müssen damit allein für iOS sieben Displaygrößen berücksichtigen: zwei jeweils bei iPad und Watch und drei beim iPhone – lässt man die Legacy-Geräte einmal beiseite. Damit dürfte Apple inzwischen deutlich mehr Geräte im Portfolio haben, als einst bei der Wiederkehr von Steve Jobs, der immer eine schlanke und übersichtliche Produktpalette gepredigt hatte. Auch der Vorteil gegenüber Android, bei den Mobilgeräten den App-Designern eine weitgehende einheitliche Displaygröße bieten zu können, ist damit perdu.

Zum anderen gibt es das neue Gadget in zwei Größen (38 mm und 42 mm), in drei Linien (Basis, Sport und Edition) mit jeweils zwei verschiedenen Materialausführungen und dazu sechs verschiedene Armbänder.

2  x 3 x 2 x 6 = 72 verschiedene Ausführungen

Drittanbieter dürften darüber hinaus eine Fülle neuer Austauscharmbänder anbieten. Ungewöhnlich für Apple, dem Kunden so viel Freiheit bei der Gestaltung einzuräumen.

Das muss nicht unbedingt schlecht sein, vielleicht hat Apple einfach dazugelernt, sich weiterentwickelt und kann heute ein komplexeres Produktportfolio managen als einst. Der ideale Kunde muss nun allerdings ein weiteres Gerät aktuell halten – die Apple Watch. Mal sehen, ob Apple ihn dazu motivieren kann.

17th Dez2013

Seltsam berührt

by danielschilling

Wer sich ein wenig in der 3D-Welt auskennt, der wird verstehen, was mich an einem dieser Kontaktvorschläge von Linkedin merkwürdig berührt:

Kontaktvorschlag bei Linkedin

Gerne hätte ich Iris Asche kontaktiert, aber das ist nicht mehr möglich – außer anscheinend bei Linkedin.

Off
11th Dez2013

12 Days: Apple macht Geschenke – mit einem Haken

by danielschilling

Fast sah es so aus, als wollte Apple seine Kunden dieses Jahr leer ausgehen lassen, aber die schöne Tradition, in der Weihnachtszeit 12 Tage lang täglich über die iPhone-App ein Goodie zu verschenken, durfte nicht sterben. Und so steht seit gestern wieder eine neue Geschenke-App im AppStore bereit. Die Sache hat bloß leider einen Haken: Die 12 Days App läuft nur unter iOS 7! Besitzer eines iPhone 3GS oder gar älter bleiben also außen vor. Oder anders gesagt: Wer Apple nichts schenkt, bekommt auch nichts zurückgeschenkt.

12 Days im App-Store

Ab sofort ist Apples Geschenke-App 12 Days wieder im App-Store verfügbar. Man beachte aber das Kleingedruckte: iOS 7 ist Pflicht!

12 Days: 3GS ausgeschlossen

Das iPhone 3GS versucht vergeblich, die 12 Days App zu installieren. Wieder und wieder wächst der blaue Balken, ohne ans Ziel zu kommen.

12 Days auf dem iPhone 3GS

12 Tage Frust auf dem iPhone 3GS. Das unterstützt nämlich kein iOS 7 und daher gibt es auch keine Geschenke.

09th Aug2012

Samsung: Wir kopieren doch nicht Apple …

by danielschilling

Die Wende im Copycat-Streit. Samsung erklärt, warum das Unternehmen nie und nimmer Apple kopiert:

Das Samsung-Video auf YouTube:

Das ist endlichh der Beweis! Und ja, das ist natürlich nur eine Persiflage, aber eine schöne Persiflage, finde ich. Der Rechtsstreit zwischen Apple und Samsung ist zwar nervtötend, aber vielleicht kommt ja am Ende etwas Gutes dabei raus, wenn die Koreaner künftig selber originelle Ideen hervorbringen. Echte Konkurrenz belebt schließlich das Geschäft. Apple ist sehr, sehr gut, aber sie würden vielleicht noch besser werden, wenn Sie den heißen Atem eines wirklich originellen Wettbewerbers im Nacken spüren.

27th Jan2012

Facebook kaufen?

by danielschilling

Laut einer Meldung des Wallstreet Journal gibt Facebook nächste Woche Mittwoch seinen Gang an die Börse bekannt. Wer mag, kann den Laden also kaufen – oder zumindest ein Scheibchen davon. Der geschätzte Preis für Facebook soll zwischen 75 und 100 Milliarden Dollar liegen. Wäre das was für Apple?

Mark Zuckerberg, Facebook

Dieser Mann könnte bald Ihr Angestellter sein: Mark Zuckerberg

 

18th Jan2012

Manroland wird zerschlagen

by danielschilling

Bald wird der Schriftzug Possehl das Manroland-Logo auf dem Dach des Stammsitzes in Augsburg ergänzen

Wie die Lösung für den insolventen Druckmaschinenhersteller Manroland aussehen könnte, hatte sich ja bereits in den vergangenen Tagen abgezeichnet; dass nun die einzelnen Werke künftig getrennte Wege gehen, kann daher nicht überraschen. Beim Stammwerk in Augsburg kommt mit der Possehl Gruppe aus Deutschland nun ein solider Maschinenbaukonzern zum Zuge. Hier werden die Rollenoffsetmaschinen für den Zeitungsdruck produziert. Für Plauen und Offenburg gibt es derweil noch keine endgültige Lösung. Die Bogenoffsetproduktion in Offenbach wird wohl eigene Wege gehen. Die Rede ist von einem Management-Buy-Out. Notwendig ist dazu allerdings die Unterstützung des Landes Hessen. Der Standort Plauen könnte am Ende ebenfalls bei Possehl landen, aber auch hier gibt es noch Klärungsbedarf.

Sicher ist derweil, dass viele Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren werden. Offizielle Zahlen gibt es dazu noch nicht; Gerüchte sprechen aber von der Hälfte der Beschäftigten. Auf gut deutsch bedeutet das, dass die Anzahl der produzierten Maschinen deutlich sinken wird. Eine Einschätzung zu der auch das Management von Heidelberger Druckmaschinen gekommen ist, wo heute ein Programm bekanntgegeben wurde, dass den Abbau von bis zu 2000 Arbeitsplätzen vorsieht.

12th Jan2012

Eine Krise ist nicht das Ende der Rich Internet Applications

by danielschilling

Rich Internet Applications (RIA). In den drei Wörtern steckte mal Musik. Plugins, die dem Browser beibringen, was HTML nicht vermag und die den Kreativen ganz andere Möglichkeiten erschlossen als die Seitenbeschreibungssprache. Dafür stand Adobe Flash wie keine zweite Technologie – auch wenn es mit Microsoft Silverlight natürlich einen leistungsfähigen Konkurrenten gibt. Doch scheinen beide in einer handfesten Krise zu stecken. Da ist Microsoft, das ein großes Silverlight-Update in einem schlichten Entwicklerblog postet  und dessen leitende Mitarbeiter immer mal wieder über ein Aus für Silverlight spekulieren, nur um sich kurz darauf zu korrigieren.

Ankündigung von Microsoft Silverlight 5

Microsoft kündigte Silverlight 5 nur sehr dezent an.

Und Adobe? Das kriselnde Unternehmen hatte im Dezember 2005 für 3,5 Milliarden Dollar in Aktien Macromedia erworben – wegen Flash. Das kleine Plugin war (und ist) in fast jedem Browser installiert. Kontroversen gab es immer, vor allem um die Usability von Flash-Seiten, infrage gestellt war es dadurch ernsthaft nie. Bis das iPhone kam. Steve Jobs Abneigung gegen die Technologie des Wettbewerbers Adobe schien anfangs lächerlich, doch die wachsende Zahl von iPhone-Anwendern in den Analyse-Dateien kommerzieller Websites schuf Fakten: Niemand wollte auf diese Besserverdiener verzichten. Vier Jahre nach dem Start des iPhones verzichtete Adobe darauf, seine Flash-Technologie für Mobilgeräte weiterzuentwickeln, an ihre Stelle sollen nun AIR-Apps treten, was entschieden nicht das gleiche ist.

Für die Kreativen heißt das nun, einen Gang zurückzuschalten, denn es wird lange dauern, bis HTML5 das kann, was Flash oder Silverlight heute leisten. Dennoch werden wohl über kurz oder lang auf diesem Weg die RIAs wieder zurückkehren, dann wenn HTML5 oder sein Nachfolger den Leistungsrückstand aufgeholt haben und wenn Adobe und Microsoft es richtig machen, werden die Kreativen diese neuen RIAs in Flash CS7 oder Expression Studio 5 entwickeln.

05th Jul2011

Ab sofort WordPress 3.2

by danielschilling

Soeben ist WordPress 3.2 erschienen. Ich hab’s natürlich gleich installiert. Das Backend sieht nun ein bisschen anders aus. Aufgeräumter. Mir gefällt es soweit und Probleme mit Plug-ins hatte ich bis jetzt auch nicht. So soll es sein.

Blick ins Backend von WordPress 3.2

Wordpress 3.2

 

22nd Jun2011

Apple bringt Software für den Rest von uns

by danielschilling

In den Achtziger-Jahren waren Apple-Produkte ein Privileg erfolgreicher Kreativer, die das nötige Kleingeld hatten, sich die leistungsstarken und edlen Maschinen ins Agenturloft zu stellen. Die Macs waren allerdings mehr als ein Luxus; sie erlaubten es gerade im DTP-Bereich auch, einen geldwerten Mehrwert zu generieren, da sie Leistungen boten, die andere nicht hatten.

Apple Motion X: Einfacher zu bedienen, aber professionelle Anwender vermissen die alten Features

Schwergewicht im Film- und Videomarkt
Viel hat sich seither geändert. Apple-Rechner sind schon lange erschwinglich. (Meinen ersten habe ich mir 1995 als Student gekauft.) Aber die Kreativ-Profis waren doch immer eine treue Kundengruppe – auch und gerade im Videobereich. Mit dem 1999 eingeführten Final Cut Pro wuchs Apple nach und nach zu einem Schwergewicht beim professionellen Filmschnitt heran. Hollywoodfilme wie Benjamin Button oder 300 entstanden auf dem System und große Fernsehsender wie der NDR stellten intern auf das System um. Final Cut Studio 2 und 3 waren echte Erfolge unter den anspruchsvollsten Anwendern; die Farbkorrektur-Komponente Color ist absolute Spitzentechnologie. Hinzu kam das gute Standing des Pixar-Chefs Steve Jobs in der Filmbranche.

Neue Strategie?
Nun scheint es allerdings einen Strategiewechsel in Cupertino gegeben zu haben. Das gestern vorgestellte Final Cut Pro X (FCPX) bedeutet einen radikalen Bruch mit der Vorversion und in den Fachforen der Profi-Anwender herrscht Ernüchterung. Das netteste, was zu hören ist, ist der Hinweis, dass die Vorversion ja noch weiter läuft. Ansonsten aber gibt es herbe Kritik: Kein Multi-Cam-Schnitt mehr, reduzierte Audio- und Video-Editing-Funktionen, kein DVD Studio Pro mehr und viele weitere Verschlechterungen. Es scheint, als habe Apple den High-End-Markt aufgegeben.

Ciao, Profi!
Ein bisschen erinnert Apples neues FCPX an Aperture 3. Ebenfalls eigentlich ein Produkt für den professionellen Markt, das auch enorm starke Funktionen bietet, aber doch auf den ersten Blick aussieht wie ein aufgebohrtes iPhoto und die Profi-Features erst auf den zweiten Blick freigibt. In anderen Bereichen fiel der Schnitt deutlich schärfer aus: Shake, eine absolute Top-Software fürs Compositing, also die Verbindung von Filmmaterial mit visuellen Spezialeffekten, hat Apple einfach eingestellt und auch die Xserve Blade-Server verschwanden einfach vom Markt. Zugleich hat Apple die Server-Version seines Betriebssystems deutlich verbilligt und bietet sie als einfaches Upgrade über den Appstore an.

Willkommen, Prosumer und Semi-Profis!
Was aber bringt es, eine potente, kauffreudige Kundengruppe vor den Kopf zu stoßen, die sich nicht scheut, für eine Investition viel Geld auszugeben? Vielleicht zwei noch größere Käufergruppen: Wer wie der Autor dieser Zeilen für Verlage oder Medienhäuser arbeitet, der weiß, dass es einen enormen Bedarf an Fotos und Videos gibt, zugleich aber das Budget nicht mehr vorhanden ist, um diese von ausgebildeten Profis wie Fotografen, Kameraleuten oder Cuttern produzieren zu lassen. Da muss dann der Redakteur selber ran, der eigentlich für ganz andere Aufgaben ausgebildet ist. Und genau hier haben FCPX oder Aperture 3 ihre Stärken: Sie erlauben es Laien, die sich in Filmschnitt und Bildbearbeitung nur eingearbeitet haben, zu professionell aussehenden Ergebnissen zu kommen. Ähnliches gilt auch für die Prosumer: Enthusiasten, die viel Geld in Foto- und Videotechnik als Hobby stecken und in ihrer Freizeit beachtliche Arbeiten schaffen. Diese Gruppen sind allemal größer als die ausgebildeten Profis. Und ja, ich gehöre dazu.

Platz für andere
Ob Apple seine anspruchsvollsten Kunden dennoch halten kann? Man wird sehen. Alternativen für Final Cut Studio gibt es jedenfalls – auch auf der Mac-Plattform. Besonders Adobe kann sich freuen: Premiere hat in den letzten Jahren einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht, After Effects ist sowieso das beliebteste Motion-Graphic-Tool auch auf dem Mac und Lightroom ein würdiger Gegner für Aperture.

21st Jun2011

Final Cut Pro X im AppStore

by danielschilling

Ich habe gerade gesehen, dass Apple Final Cut Pro X im Appstore freigeschaltet hat! Und das zu einem absoluten Kampfpreis: 240 Euro für Final Cut Pro plus jeweils 40 Euro für Motion und Compressor.
Die Funktionalitäten von Soundtrack Pro, Color und DVD Studio Pro sind wohl jetzt in Final Cut Pro integriert, wenn ich es richtig sehe, aber mit abgespecktem Funktionsumfang. Das muss ich mir aber bei Gelegenheit noch mal im Detail ansehen.
Highlight ist die neue Magnetic Timeline: Dabei verschwinden die klassischen Spuren, in die man bisher sein Audio- und Videomaterial abgelegt hat und man kann seine Clips sehr viel freier arrangieren. Final Cut Pro sorgt dabei im Hintergrund dafür, dass alles passt.
Neu ist auch ein Analysefeature, dass beim Import wichtige Eigenschaften des Footage erfasst und so das Sortieren und das Erkennen von Problemen erleichtert.

Ich habe zurzeit noch Final Cut Studio 2 auf meinem Rechner; nun also die vorletzte Version. Aber mir juckt es schon gewaltig in den Fingern Final Cut Pro X zu kaufen …

Final Cut Pro X gibt's jetzt im AppStore zu kaufen

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