Manroland wird zerschlagen

Bald wird der Schriftzug Possehl das Manroland-Logo auf dem Dach des Stammsitzes in Augsburg ergänzen

Wie die Lösung für den insolventen Druckmaschinenhersteller Manroland aussehen könnte, hatte sich ja bereits in den vergangenen Tagen abgezeichnet; dass nun die einzelnen Werke künftig getrennte Wege gehen, kann daher nicht überraschen. Beim Stammwerk in Augsburg kommt mit der Possehl Gruppe aus Deutschland nun ein solider Maschinenbaukonzern zum Zuge. Hier werden die Rollenoffsetmaschinen für den Zeitungsdruck produziert. Für Plauen und Offenburg gibt es derweil noch keine endgültige Lösung. Die Bogenoffsetproduktion in Offenbach wird wohl eigene Wege gehen. Die Rede ist von einem Management-Buy-Out. Notwendig ist dazu allerdings die Unterstützung des Landes Hessen. Der Standort Plauen könnte am Ende ebenfalls bei Possehl landen, aber auch hier gibt es noch Klärungsbedarf.

Sicher ist derweil, dass viele Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren werden. Offizielle Zahlen gibt es dazu noch nicht; Gerüchte sprechen aber von der Hälfte der Beschäftigten. Auf gut deutsch bedeutet das, dass die Anzahl der produzierten Maschinen deutlich sinken wird. Eine Einschätzung zu der auch das Management von Heidelberger Druckmaschinen gekommen ist, wo heute ein Programm bekanntgegeben wurde, dass den Abbau von bis zu 2000 Arbeitsplätzen vorsieht.

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